| Orgelprospekt in Zörbig |
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| Spieltisch für Berlin Gnadenkirche op.419-1927 |
| Spieltisch Erfurt Lutherkirche op.425 - 1928 |
| Spieltisch in Zörbig. |
| Orgelprospekt in Zörbig |
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| Spieltisch für Berlin Gnadenkirche op.419-1927 |
| Spieltisch Erfurt Lutherkirche op.425 - 1928 |
| Spieltisch in Zörbig. |
In Gnadau bei Magdeburg erstellte die Orgelbauanstalt im Jahr 1891 ein kleines Werk für die dort ansässige Brüdergemeinde in deren Gemeindesaal. Das 117te Werk. Damals noch auf Kastenladen, freistehenden Spieltisch und einfachsten Koppeln die noch im Spieltisch mechanisch agieren. Pneumatik der ersten Stunde! Im Schwellwerk Oboe 8' und Voix celéste8' dazu ein Schwelltritt der noch als Löffeltritt angelegt war.
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| vollbesetzter Saal in Herrnhut |
In der Zentralgemeinde wo Graf Zinzendorf böhmisch und mährischen Glaubensflüchtlingen Zuflucht gewährte, entstand der große Versammlungssaal.
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| Postkarte zur Orgelweihe und Saaljubiläum1907! |
Um 1906, so schreibt es der Verfasser der Festschrift Hr.Erxleben, wurde die alte Barockorgel mit ihren vielen kreischenden und nicht tragfähigen Stimmen, zusehens unwürdiger für die vielen Großveranstaltungen und Hochfeste der Brüdergemeinde. Etwas neues großes symphonisches und konzertantes mußte her. Man unternahm einige Studienreisen zu größeren Orgelbaufirmen. Da man mit Rühlmann - der in Gnadau schon gute Dienste geleistet hatte - eine herausragende Zusammenarbeit hatte fiel der Neubau der Hauptorgel für den Brüdersaal auf ihn und seine Orgelbauanstalt. Am 11. August 1907 war es nach kurzer Bau und Aufstellungszeit endlich soweit- das große Instrument wurde eingeweiht und der Gemeinde vorgestellt.
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| Organist Heyde am Spieltisch der RühlmannOrgel |
Die 292te Orgel die Zörbig verließ. Das edle Gehäuse - ein Werk Nach Zeichnung und Ausführung des Herrnhuter Tischlermeisters Arndt. All das in breiter Ausführung, Im Saal ist auf der Empore die Höhe begrenzt und für die vielen Register die geplant waren kaum Platz.
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| Chor und Orgel von Rühlmann |
Alles mußte ebenerdig eingebaut werden und dazu noch die damals moderne elektrische Windmaschine die mit Tretvorrichtung und Magazinbalg ausserhalb untergebracht wurde. Der Spieltisch wurde freistehend wie in Gnadau 2,5 Meter vor die Orgel positioniert und schafft Platz für den Chor. 1907 diesmal mit modernsten Mitteln wie freie Kombination, Oktavkoppeln und Koppeln zu allen Manualen und Pedal ausgestattet, dazu Rollschweller inclusive Crescendohandhebel für den Registranten.
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| deutlich zu sehen der freistehende Spieltisch |
Klangdesigner Eule erzeugte etwas großes symphonisch orchestrales wie man es heute noch an vergleichbaren Instrumenten der Firma erleben kann. III Manuale, 40 Register. Alles was schön ist vergeht - somit verbrannte auch diese herausragende Orgel 1945 bei Kriegshandlungen.
Etwas abgelegen in herrlichster Natur bei Gerbstedt (SachsenAnhalt) liegt Heiligenthal. (14km von Könnern entfernt). In der Kirche findet man alles im historischen Zustand, Barockaltar, Barockorgel, Jugendstilmalereien der letzten Kirchenrenovierung und elektrische Lampen aus der Jahrhundertwende. Wäre da nicht diese schwergängige und störrische Orgel aus 1737 mit ihrem Barockgehäuse. Erbaut von Johann David Tiensch aus Eisleben. Sicherlich heute eine Bereicherung, hätte man sie erhalten.....Rühlmann weigerte sich das Barockgehäuse durch ein Modernes zu ersetzen. Es wurde in der heimischen Orgelbau-Anstalt restauriert und erweitert. Es sollte eine doppelt so große Orgel in sich aufnehmen- 1737 das barocke Instrument I/12; 1916: II/11. aber dafür auf II Manualen und die vielen 8 Fuß-Register benötigen massiv raum. 1916 in mitten des scheußlichen ersten Weltkrieges wurde das Werk eingeweiht. Abgeliefert wurde nur in höchster Qualität.
| Heiligenthal Op.387 - 1916 |
Die Verarbeitung aller Teile und der Materialeinsatz zeugen davon. Auf dem ersten Manual sind disponiert: Hohlflöte8'Principal8'Octave4'Bordun16' Mixtur 3fach. Der Bordun gibt Fülle und Fundament. Auf der Windlade des II.Manuales, ein wahres Oberwerk, die Windlade steht über den Pedalpfeifen und über denen des Hauptwerkes, sind zu finden: Lieblich Gedackt8' Flauto traverso 8' Gamba8' Flauto amabilé4'. Die Oberoktavkoppel ist ausgebaut und lässt dadurch genialste Mischungen zu. Im Pedal ist Subbass 16' und Octavbass 8' aus Holz gestellt....beide geben dem Ganzen Kraft. Bemerkenswert ist bei dieser Orgel : der Principal8' ist eine wahre Kernstimme, frisch, kernig und jugendlich trotz das er verstaubt ist - und außerdem in original Zinnausführung im Prospekt- er klingt wunderschön.
| Barockgehäuse mit Rühlmann´schen Zinnpfeifen. |
Dazu alle anderen Register, die wie immer als Solostimmen verwendet werden können. Die Gamba8' bedarf auch der Betrachtung: Rühlmann´s spätromantische Instrumente leben von der Grundtönigkeit die durch schroffe Streicher mit viel "Oberton" aufgekratzt werden. Der Erbauer und der junge Chefintonateur legten Wert auf Obertönigkeit und Durchhörbarkeit bis in die tieftste Oktave.....die Gamba8' ist trotz der Höhe ausgebaut, die 5 längsten Pfeifen wurden aus Zink hergestellt und liegend an der Rückwand der Orgel befestigt.
| liegende Gamba 8' in Zink |
von der Schönheit und Noblesse der Flöten muß man gar nicht berichten. Hier sind wie immer Namen nicht Schall und Rauch....man hört die Hohlflöte und die Traversflöte und die kleine Flauto amabilé direkt heraus. Man kann Principal zu Octave unterscheiden in Farbe und Nuance. Da die Orgel neu gewesen ist, musste der Zinnprospekt nicht abgeliefert werden.
Das Ganze gekoppele und offene 8Fuß Zeug braucht natürlich eine enorme Windversorgung.... diese ist schier wild durch die Kirche geleitet.... leider funktioniert die Zuführung vom Motor nicht richtig, dadurch ist die über 100 Jahre alte Orgel nur eingeschränkt spielbar....lässt sich aber leicht beheben.....und ist mittlerweile wie ihre Vorgängerin ein seltenes besuchenswertes Objekt - ein Muss.
| Gesamtansicht |
Heiligenthal ein Instrument der Orgelbau-Anstalt Rühlmann - Zörbig , 1916!
In Beesenstedt in der Nähe der Stadt Wettin/Saale erstellte Rühlmann seine 240te Orgel.
Auf pneumatischen Registerkanzellen stehen 16 Register. Das Gehäuse wurde dem Kirchenraum und deren Farbgebung angepasst. Tolle Klangfarben wechseln sich auf der 8 Fuß Basis ab, die Mixtur gibt milden Glanz.
| Registereinschaltungen noch mit großen Hubmembranen. |
| Wildenhain op.407 1923 |
| Spieltisch |
| Pneumatik am geöffneten Spieltisch rückseitig |
| Spieltischrückseite |
| Pedal Cello 8' |
| II. Manual steht hinter dem Prospekt zur besseren Klangabstrahlung |
| Inschrift auf der Rückseite des Notenpults |
| Spielschrank |
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| restaurierte Keilbalganlage |
| Kleinalsleben opus 158 |
| Jugendstilornamentik |
| Barockprospekt der Vorgängerorgel |
| Detail mit anhaltinischen Wappen. |
| duchschlagende Oboe 8' auf II. Manual |
| Badersleben opus 181 |
| restaurierter Spieltisch |
| totale Innenansicht Badersleben |