Gut funktionstüchtig und oft gespielt von den Organisten /innen vor Ort, wurde sie leider umdisponiert, allerdings nur im II. Manual Geigenprincipal8' und Salicional 8' fiehlen einem Principal 4' und einem Schwiegel 2' zum Opfer- seis drum, diese beiden passen sich hier gut in das gesamte Werk ein, und der Grundaufbau ist noch erhalten, und klanglich top. Die Intonation klang wieder sehr nach Georg Eule.Eine kleine Dorforgel (II/12) auf der man vieles sehr schön spielen kann.
Samstag, 15. September 2012
Die Orgel in Trebra am Harz Op.337 von 1911
Versteckt liegt Trebra am Harz, eine kleine Kirche die aber im Inneren sehr besticht durch einen fantastischen Renaissance-Altar. Die Orgel baute Rühlmann 1911 ein als sein 337 tes Werk.

Gut funktionstüchtig und oft gespielt von den Organisten /innen vor Ort, wurde sie leider umdisponiert, allerdings nur im II. Manual Geigenprincipal8' und Salicional 8' fiehlen einem Principal 4' und einem Schwiegel 2' zum Opfer- seis drum, diese beiden passen sich hier gut in das gesamte Werk ein, und der Grundaufbau ist noch erhalten, und klanglich top. Die Intonation klang wieder sehr nach Georg Eule.Eine kleine Dorforgel (II/12) auf der man vieles sehr schön spielen kann.
Gut funktionstüchtig und oft gespielt von den Organisten /innen vor Ort, wurde sie leider umdisponiert, allerdings nur im II. Manual Geigenprincipal8' und Salicional 8' fiehlen einem Principal 4' und einem Schwiegel 2' zum Opfer- seis drum, diese beiden passen sich hier gut in das gesamte Werk ein, und der Grundaufbau ist noch erhalten, und klanglich top. Die Intonation klang wieder sehr nach Georg Eule.Eine kleine Dorforgel (II/12) auf der man vieles sehr schön spielen kann.
Dienstag, 4. September 2012
Op. 319 Wernigerode Hasserode
am 1.September besuchten wir die Orgel der Christuskirche in Hasserode.
Damals 1908 ein Prestigeobjekt schon mit elektrischer Windmaschine ausgestattet, klanglich eine der besten Orgeln der Grafschaft von Wernigerode.
Leider 1974 auf neobarock umdisponiert, der Rollschweller wurde entfernt,der Schwellkasten auch....schade.
aber trotzdem klingt noch etwas Rühlmann durch. Zu erwähnen bleibt noch, das die Orgel damals von einem Fabrikanten bezahlt wurde, und in Erinnerung an seine Frau "Martha-Orgel" genannt wird, was auch eingeschnitzt ist
Damals 1908 ein Prestigeobjekt schon mit elektrischer Windmaschine ausgestattet, klanglich eine der besten Orgeln der Grafschaft von Wernigerode.
Leider 1974 auf neobarock umdisponiert, der Rollschweller wurde entfernt,der Schwellkasten auch....schade.
aber trotzdem klingt noch etwas Rühlmann durch. Zu erwähnen bleibt noch, das die Orgel damals von einem Fabrikanten bezahlt wurde, und in Erinnerung an seine Frau "Martha-Orgel" genannt wird, was auch eingeschnitzt ist
Freitag, 31. August 2012
Contact
Wer mehr erfahren möchte oder die Orgeln gern besuchen will, ich stehe für mehr Informationen gern bereit.
Oder einfach um eure Rühlmann-Orgel hier zu präsentieren.......einfach eine email schreiben an
christian-widor@hotmail.de
oder auf der homepage die mein Mitstreiter Daniel Ulrich pflegt:
www.orgelbauanstalt-ruehlmann.de
viele Grüße
Christian
Chef-Intonateur GEORG EULE
Hans-Joachim Falkenberg, der Autor des Rühlmann-Buches berichtet, das Georg Eule als Chefintonateur bei Wilhelm Rühlmann angestellt war. Ich bin dieser Information klanglich gefolgt, und bemerkte tatsächlich Unterschiede zwischen den Instrumenten wo man dann eindeutig sagen kann, das war "er" oder das war ein anderer Intonateur bei Rühlmanns.
Georg Eule - geboren am 23.5.1882 in Bautzen als Sohn des bekannten Orgelbauers HERMANN EULE , dessen Firma besteht heute noch.
gestorben am 2.9.1918 als Soldat des 1ten Weltkrieges.
Ab der 300sten Orgel, die Zörbig verließ, beginnt sich der klangliche Stil der Firma zu verändern. Ich versuche es zu beschreiben:
klanglich hervorragend abgestuft sind die Flöten Hohlflöte (8') warm, rund, dominant als Soloregister, dem Gesamtklang aber untergeordnet.,
Flauto amabile (4' 8') ist stark prägend , nicht zart- sondern "amabilé" also schön im Klang,
Gambe 8' scharf intoniert, stark im Ton, in der Tiefe ähnlich einem Cello
Salicional ist das passende Pendant zur Gambe,nur viel leiser mit dem selben scharfen Strich versehen.
Aeoline ist noch zurückhaltender und fast unhörbar leise
Lieblich Gedackt 8' ist das Pendant zur Hohlflöte wieder einen Tick leiser und ruhiger da man immer unterscheiden muß zwischen Hauptwerks-Registern und dem 2ten Manual , das ruhiger ist, aber meist einen Gegenspieler hat zu dem Hauptwerksregistern.
Principal 8' kernig, stark, die oberen Oktaven perlen metallisch richtig schön
Oktave 4' ist die Fortführung zum Principal , klanglich das selber Schema. Die 4' Flöte im II. Manual ist meist der Gegenspieler bei den Dorforgeln bis 30 Register.
Der Geigenprincipal ist volltönend, etwas hohl, nicht richtig füllig aber mit einem feinem Strich versehen
also ein Principal mit Streicher-Charakter, der hält was das Registerschild verspricht.
Flauto hamonique ist in den oberen Oktaven überblasend, klanglich wieder anders als die anderen Flöten,
Alle Stimmen unterscheiden sich durch sehr feine Nuancen, man muß es einfach erlebt haben, der Vergleich zwischen der Rühlmann Intonationsweise vor 1908 und 1916. Zwischenzeitlich wurden auch Orgeln von anderen Intonateuren gestaltet, man hört den Unterschied wirklich.
Eule´s Intonation ist im Vollen Werk (Tutti) schon bei 10 Registern sehr aufdringlich und richtig angenehm laut, was man halt bei so kleinen Orgeln nicht erwartet, bietet aber trotzdem die feine Nuancierung der wenigen Stimmen,
Die Andere Vergleichsintonation ist eher Zurückhaltend, und entfaltet nich so eine enorme Kraft, die Nuancierung der einzelnen Stimmen, ist aber auch glänzend ausgeführt, aber eben abweichend von Georg Eule. Op. 321,322, 369, 352, 356 kann ich zum Live hören anbieten
markant ist der Unterschied zwischen Op. 351 und 352 hier waren 2 verschiedene Intonateure am Werk.
Georg Eule - geboren am 23.5.1882 in Bautzen als Sohn des bekannten Orgelbauers HERMANN EULE , dessen Firma besteht heute noch.
gestorben am 2.9.1918 als Soldat des 1ten Weltkrieges.
Ab der 300sten Orgel, die Zörbig verließ, beginnt sich der klangliche Stil der Firma zu verändern. Ich versuche es zu beschreiben:
klanglich hervorragend abgestuft sind die Flöten Hohlflöte (8') warm, rund, dominant als Soloregister, dem Gesamtklang aber untergeordnet.,
Flauto amabile (4' 8') ist stark prägend , nicht zart- sondern "amabilé" also schön im Klang,
Gambe 8' scharf intoniert, stark im Ton, in der Tiefe ähnlich einem Cello
Salicional ist das passende Pendant zur Gambe,nur viel leiser mit dem selben scharfen Strich versehen.
Aeoline ist noch zurückhaltender und fast unhörbar leise
Lieblich Gedackt 8' ist das Pendant zur Hohlflöte wieder einen Tick leiser und ruhiger da man immer unterscheiden muß zwischen Hauptwerks-Registern und dem 2ten Manual , das ruhiger ist, aber meist einen Gegenspieler hat zu dem Hauptwerksregistern.
Principal 8' kernig, stark, die oberen Oktaven perlen metallisch richtig schön
Oktave 4' ist die Fortführung zum Principal , klanglich das selber Schema. Die 4' Flöte im II. Manual ist meist der Gegenspieler bei den Dorforgeln bis 30 Register.
Der Geigenprincipal ist volltönend, etwas hohl, nicht richtig füllig aber mit einem feinem Strich versehen
also ein Principal mit Streicher-Charakter, der hält was das Registerschild verspricht.
Flauto hamonique ist in den oberen Oktaven überblasend, klanglich wieder anders als die anderen Flöten,
Alle Stimmen unterscheiden sich durch sehr feine Nuancen, man muß es einfach erlebt haben, der Vergleich zwischen der Rühlmann Intonationsweise vor 1908 und 1916. Zwischenzeitlich wurden auch Orgeln von anderen Intonateuren gestaltet, man hört den Unterschied wirklich.
Eule´s Intonation ist im Vollen Werk (Tutti) schon bei 10 Registern sehr aufdringlich und richtig angenehm laut, was man halt bei so kleinen Orgeln nicht erwartet, bietet aber trotzdem die feine Nuancierung der wenigen Stimmen,
Die Andere Vergleichsintonation ist eher Zurückhaltend, und entfaltet nich so eine enorme Kraft, die Nuancierung der einzelnen Stimmen, ist aber auch glänzend ausgeführt, aber eben abweichend von Georg Eule. Op. 321,322, 369, 352, 356 kann ich zum Live hören anbieten
markant ist der Unterschied zwischen Op. 351 und 352 hier waren 2 verschiedene Intonateure am Werk.
Orgel in MIESTERHORST/Altmark Op.302
Miesterhorst. am 23.August 2012.
Opus 302 von Rühlmann, aus dem Jahr 1908.

Die Orgel besitzt einen Zinnprospekt, dieser beginnt auf dem Fußboden, da die Deckenhöhe sehr niedrig ist. Der Spieltisch steht seitlich. Die Orgel funktioniert leidlich, aber ist sehr reparaturbedürftig. Die Intonation stammt von Georg Eule. Bemerkenswert ist, wie man in ein so kleines Gehäuse 14 Register unterbringt!
Opus 302 von Rühlmann, aus dem Jahr 1908.
Montag, 2. Juli 2012
Die Orgel in Ogkeln Opus 301
Original erhalten ist die Orgel in der kleinen Kirche Ogkeln bei Bad Schmiedeberg. Sie ist die 301 Orgel der Firma Rühlmann,gleich erbaut nachdem die große, Op.300 für Jüterbog fertig war. der Prospect stammt wahrscheinlich vom Vorgängerinstrument.
Montag, 2. April 2012
Die Orgel in Bernsdorf Op. 317
Die Kirche wurde 1909 erbaut und aus dem selben Jahr stammt die Orgel mit 7 Register, leider ohne Mixtur. Das Gehäuse , eine Barock-Imitation, stammt auch aus der Produktion von Wilhelm Rühlmann´s Firma.
Das Instrument steht vor und in dem Turmbogen der Kirche, der bis hinten offen ist, in diesem hinteren Raum befindet sich der Magazinbalg mit der neu installierten Windmaschine. Sie war spielbar, aber wie es auf kleinen Dörfern so ist, es sind dringende Wartungen fällig,sie klingt verstimmt, einiges geht leider nicht, was ungemein die Spielfreude mehren könnte... aber die Gebäudesanierung steht an erster Stelle. Trotzdem sind die Leute vorort sehr engagiert, was schon richtig viel wert ist.

Montag, 5. März 2012
Die Orgel in Grabo bei Jessen/Elster Op.369
spielfähig, bis auf die Prospectpfeifen original - die Orgel im kleinen Dörfchen Grabo bei Jessen/Elster.
2 Manuale mit 10 Register. Intonation : Georg Eule-1913. zart bis hart und dann kraftvoll, für die paar Register.
der Neo-Barock-Prospect stammt auch von 1913, da die Kirche ja im selben Jahr erbaut wurde.
man beachte die Malereien an den Füllungen und Kassetten, und an den "Ohren" und Schleierbrettern die teils geschnitzt sind, und zusätzlich farblich so unterlegt, das ein noch räumlicherer Eindruck entsteht.
Dienstag, 21. Februar 2012
Erklärung der "Nebenzüge"
hier eine kleie Übersicht der verwendeten Nebenzüge, und was sie bei der Orgelbauanstalt Rühlmann bedeuten:
1. "Auslöser" - Abschaltung aller festen und freien Kombinationen.
2. "Registereinschalt" - als Registerschalter- schaltet die Handregister zu den freien und festen Kombinationen hinzu.
3. "Kombinations-Abstößer" als Drücker unter dem 1. Manual- stößt automatisch auf pneumatischen Wege alle Wählhebel der freien Kombination ab, und bringt sie in Ausgangsstellung "O"
4. Handregister an / ab - als 2 Drücker unterm 1ten Manual- bewirken dasselbe wie Nr.2 (Handregister additiv zu den festen und freien Kombinationen)
5. Rollschweller an / ab - als 2 Drücker unterm 1.Manual- schaltet den Rollschweller (Walze, Registercrescendo) an oder ab "Rollschweller ausschalt" als Schalter sagt alles.
6. "Rohrwerke" als Registerschalter- Einschaltung der Rohrwerke=Zungenstimmen zu den "normalen " Registern.
7. Rohrwerke an / ab - als Drücker unterm 1.Manual. bewirkt das Selbe wie Nr.6.
8. Pianopedal (z.II oder III. Manual) als Registerschalter- beim Schalten, stellen sich alle lauten Pedalregister, und die Koppeln zum Pedal ab. nicht zu verwechseln mit der automatischen Pedalumschaltung.
einige Bilder damit es nicht zu theoretisch wird:
Die Orgel in Kölsa Op.280 aus 1906
Unverändert, spielbar, aber im schlechten Zustand ist die Orgel in Kölsa. Opus 280 von Rühlmann-Zörbig, erbaut 1908.
Hier inmitten des konstruktiven Wandels der Firma. Das erste Manual und Pedal stehen auf Kegelladen, hingegen das 2te Manual auf noch alten "Kastenladen" die ähnlich der Taschenlade funktionieren. Das 2te Manual besitzt noch ein Sperrventil, was das ganze Manual stillegt. Das ist ganz einfach realisiert: es schneidet einfach die Zuluft der Registerschalter ab, also "
Handregister im II.Manual ab"
Beim Gehäuse ergeben sich Fragen: Einige behaupten es sei von der Vorgängerorgel, meiner Meinung nach deuten die Valuten und Schnitzereien, bzw Füllungen und Verschraubungen und Verkleidungsteile besonders im Inneren sehr auf die Orgelbauanstalt Rühlmann hin. Hier scheint eine echte Stilkopie entstanden zu sein, wo man nocheinmal zu einem späteren Zeitpunkt richtig nachsehen sollte.
Das 1.Manual steht hinterm Prospekt, das 2te Ebenerdig in der Orgel und das Pedal im Turmbogen.dahinter im Turmraum der Magazinbalg mit der Windmaschine.
im I.Manual: Bordun 16,Principal 8, Hohlflöte 8, Gambe 8, Octave 4' Mixtur 3 fach 2 2/3'.
im II.Manual: Lieblich Gedackt 8, Salicional 8, Geigenprincipal 8' Voix Celeste 8' Flauto amabile 4'
Pedal: Subbaß 16, Gedacktbaß 8', Principalbaß 8'
3 Normalkoppeln, Octavkoppel II-I, Auslöser, 3 feste Kombinationen, Sperrventil zum 2.Manual, Registereinschalt, Kalkant.
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