Donnerstag, 29. September 2016

Vippachedelhausen Op. 340 von Rühlmann - 1911

Komplett erhalten, aber leider unspielbar zur Zeit. Rühlmann Orgel und Technik im Frühbarockgehäuse. Die Registerbeschilderung hat sich im Laufe der Zeit bei Rühlmann geändert, hier um 1911 eine etwas moderene Druckschrift ohne "Schnörkel". Das 2te Manual steht hier auch wieder quer über der Pedal und Hauptwerkslade. Pneumatische Tonkanzellen mit Scheibenventilen (es sind ja keine ..Kegelladen)






Montag, 26. September 2016

SAUER ORGEL Finsterwalde.

in einen Top Zustand nach wechselvoller Geschichte präsentiert sich die Wilhelm Sauer Orgel Op.1012 aus dem Jahr 1908 in der Sängerstadt von Finsterwalde. ein Tolles Neo-Renaissancegehäuse verkleidet die Orgel. Freistehender Spieltisch.







die SAUER Orgel in TREBBIN Op.959 aus 1905

Trebbin , die Orgel ist technisch im gutem Zustand, leicht umdisponiert, was aber im kommenden Jahr behoben werden soll, und die eleganten Streicherstimmen entstehen wieder neu, Gambe, Vox Céleste, etc. Das Gehäuse soll der Vor-vorgängerorgel entstammen, die von Turley / Treuenbrietzen erbaut wurden ist. Rahmen, Füllungen und Abmaße von eingebauten Windladen lassen aber Zweifel aufkommen. Freistehender Spieltisch. Die Trompete 8' ist imperial, laut und zeigt was sie kann, dazu die Posaune 16' im Pedal diese beiden Register dominieren und beherrschen das volle Werk. Wir sind sehr gespannt auf die Rückführung in den Originalklang.




Donnerstag, 4. August 2016

Trebbin Wilhelm Sauer Op. 959 - 1905

Hier kurz vorgestellt die Sauer Orgel in Trebbin bei Luckenwalde. Im Moment noch umdisponiert und klanglich unausgewogen, aber sie soll nächstes Jahr zurück in den Originalzustand geführt werden, wo Gambe 8' und Vox Celéste 8' Aeoline 8' wieder entstehen, und dann passt alles zusammen, eine richtig schmetternde Trompete im Manual I und eine donnernde Posaune 16' im Pedal geben dem Werk richtig richtig Kraft Feuer und imperialen Glanz. Spätromantik Pur.Der Wahnsinn. Wir dürfen gespannt sein.





Mittwoch, 27. Juli 2016

Besuch der Domorgel in Verden an der Aller

Endlich nach 16 Jahren nur Kennen von CD und Bildern, Besuch der Domorgel in Verden bei Bremen, erbaut im Krieg 1916 von Furtwängler&Hammer-Hannover, als absolutes Zeugnis der Epoche der Spätromantik. Die Pneumatik "schleppt" in einigen Manualen ganz extrem, als "Ostdeutscher" der die Orgeln von Sauer und Rühlmann und Eule,die hier original erhalten sind, kennt, Wahnsinn. Da muss man wirklich dran üben um ein Gefühl dafür zu bekommen. Die Spieltischkonzeption ist echt ausgewogen, ansprechend, und übersichtlich gehalten. Der Spieltisch wirkt gewaltig aber so simpel zu bedienen. Klanglich, bestechen die Einzelstimmen, jede einzelne Charakterspezifisch Intoniert, das es Einem einen kalten Schauer herunterlaufen lässt, wenn man Fernflöte 4' und Trompete harmonique 8'Oboe 8' Concertflöte 8' Fugara 8' und eigentlich alle Stimmen probiert. Ausintoniert, jede ist sich selber treu, aber im Gesamtklang stehen alle zusammen. Posaune 16´schiebt einen fast von der Orgelbank, Vox Celestis 8' lässt vom Klang und von der Schwebung her, keine Wünsche mehr offen- so muss es klingen!!! hier kommt man gerne wieder, bei so einem kompetent und freundlichen Kollegen. Tillmann Benfer.
Prospekt von Schulze/Paulinzella


Spieltisch von Furtwängler&Hammer 1916

Freistehend!

Christian am Spieltisch beim "Orgeltest"

Totale Domansicht nach West

Donnerstag, 14. Juli 2016

Orgeltour mit dem Kollegium aus Jüterbog

Die große Rühlmann-Orgel aus dem Jahr 1908 Op.300! in der Nicolaikirche zu Jüterbog soll nun endlich restauriert und klanglich zurückgeführt werden da sie "barockisiert" wurde. Hier wurde interessierten Persönlichkeiten der Gemeinde einmal angeboten auf den Geschmack der richtig tollen Klangintention zu kommen und auch technisch zu verstehen, was im Inneren ihrer Orgel geschieht. Besonderer Wert dieser Fahrt wurde gelegt auf kennen und verstehen lernen der extremen Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten zwischen "restauriert und verkommen"  "groß und klein" und "Original und umdisponiert". Die Stationen waren Op.317 -  Bj.1909 Bernsdorf; Op.180 - Bj.896 Herzberg/Elster Pressel Op.321 - Bj.1910 und Ogkeln Op.301 - Bj.1908 diese, gleich nach Jüterbog erbaute Kleinorgel. Abgerundet wurde alles durch ein geselliges Mittagessen und einem tollen Sektempfang auf der Orgelempore in Pressel. Bei uns organisierenden KMD Peter-Michael Seifried und mir, wurde ein dringender Wiederholungsbedarf deutlich gemacht, dem wir gerne nachkommen. Unsere Gruppengröße ist limitiert auf ca 20 Personen, damit alle die mit von der Partie sind, sich hautnah und persönlich angesprochen fühlen . Wer noch Bedarf hat, kann sich gerne an mich wenden, und auf eigene Faust dazugesellen oder wir arrangieren etwas . Einfach eine Email an : christian-widor@hotmail.de.

Herzberg/Elster Rühlmanns 2t größte erhaltene Orgel


Herzberg, am Spieltisch


Pressel bei Torgau, Sektempfang und Spass auf der Orgelempore!


Pressel "am Spieltisch"


Ogkeln bei Bad Schmiedeberg, eine Kleinstorgel von Rühlmann 1908


Ogkeln Op. 301


Kaffee und Eis  Gemütlichkeit hochleben lassen.


Pressel, Op.321 von Rühlmann - Klangvorstellungen vorstellen


Die Macher, KMD und Kantor in Jüterbog Peter-Michael Seifried und  Organist Christian Schmidt

Sonntag, 10. Juli 2016

Vorgestellt: FLEMMING Orgel aus 1787 in Grosswig bei Torgau

beim richtig orgelmusikalisch fitten und netten Kollegen Gerald Schneider zu Gast, hier kurz vorgestellt, die Orgel der Dorfkirche in Grosswig, erbaut von Johann Christian Friedrich Flemming (25.4.1745 - 9.12.1811) aus Torgau im Jahr 1787. Wirklich sehr ansprechend hergerichtet von der Mitteldeutschen Orgelbau Voigt GmbH. Nicht gleichstufig gestimmt, brilliant in den Aliquten, besticht dieses kleine Instrument und macht richtig Laune und Freude hier zu spielen.

Prospektansicht mit neuen Zinnpfeifen.

Spieltraktur

alte und neue Pfeifen Violoncello 8 im Pedal


Spielschrank.

Freitag, 8. Juli 2016

Mönchpfiffel Rühlmann Opus 397 aus dem Jahr 1919/20

Mönchpfiffel. Ort der Sagen und Legenden nahe Allstedt und Querfurt. "Der Mönch zu Mönchpfiffel" ist im 1890 gedruckten Buch "Deutsche Sagen" zu finden.
Neben dem ehemaligen Kloster dem heutigen Klostergut (www.moenchpfiffel.de) befindet sich eine kleine barocke Kapelle in der um 1920 die seitenspielige 2-manualige Rühlmann Orgel mit Brüstungsprospekt aufgestellt wurden ist. Bei meinem Besuch jetzt im Mai leider etwas mangelhaft spielbar aber Original und ein Zeugnis des Orgelbaues nach dem ersten Weltkrieg. Man bemerkt noch die Materialknappheit dieser Jahre an den Pfeifen und diversen und den Versuch auf technisch hohem Rühlmann-Standard zu arbeiten. (Zink-Prospekt und Gehäuse von Rühlmann.Große Metallpfeifen aus Zink.) Interessant ist hier bei der bescheidenen Größe die Disponierung im Manual 1 von Dolce8' Hohlflöte8' Principal8' Oktave4' und weiter im 2.Manual: Bordun8' Gambe8' Flauto amabilé4' und dann noch eine Unteroktavkoppel 2 - 1!!! Hier ist nix von Brillianz und strahlendem Orgelklang - sondern vielmehr - Voluminösität und kammermusikalische Grundtönigkeit zu hören.
seitlich stehender Spieltisch

Brüstungsprospekt

Innenansicht mit original Zinkprospektpfeifen der Firma Rühlmann-Zörbig

Donnerstag, 5. Mai 2016

Rühlmann´s 322. Orgel

Bottendorf /Unstrut nahe Roßleben baute Rühlmann seine 322.Orgel 1910 auf, schon mehrfach besucht, lässt dieses kleine Instrument einen nicht mehr los. Der Prospekt deutet auf eine alte Barockorgel hin, ist aber bei genaueren Hinsehen ein Werk des Jugendstils und wurde von Rühlmann in Zörbig mit hergestellt. Überspitzte Eckfelder und ein rundes Mittelfeld werden durch arkanthusartige Voluten gehalten. der Prospekt ist durchweg klingend und im alten Stil mit Principal 8' des Hauptwerkes und Geigenprincipal 8' des II.Manuals bestückt. Im Inneren finden alle Orgelteile platz, Untergeschoß der Hauptbalg mit Kalkantenraum, Pedalwindlade für den offenen Violon 16' der in den ersten 6 Tönen bedingt aus niedriger Raumhöhe, Akustisch ist, 8'+5.1/3'. Im Mittelgeschoßbefinden sich die Windladen des I.Manuals und die Pedallade für Subbaß16' und Principalbaß8'. Die größten Pfeifen stehen aussen, über den kleineren, mittig, im Obergeschoß aufgebänkt längs die Windlade des II.Manuals, man hatte ja durch die Pneumatik Freiheit, Windladen so anzuordnen, um Platz zu sparen. Durch Innenraumsanierungen und mangelnde Pflege ist das gute Stück sehr in Mitleidenschaft gezogen und bedarf einer dringenden und grundlegenden Restauration, die auch angedacht ist, und wir als Rühlmann-Kenner gefragt wurden sind, dieses Projekt zu Starten erweckt wahre Vorfreude.